Saal C
DAS GRIECHISCHE GENERALKONSULAT IN THESSALONIKI
Das Büro des Generalkonsuls (Rekonstruktion)
Das griechische Generalkonsulat in Thessaloniki stellte das Hauptquartier des „Kampfes um Makedonien“ dar, das mit Diplomaten und sorgfältig ausgewählten Offizieren besetzt war, die als „spezielle Schreiber“ tätig waren. Ihre Aufgabe bestand darin, die Lage einzuschätzen und die griechischen Bewohner in ihrer Verteidigung gegen den massiven bulgarischen Bekehrungseifer, der schon ein Jahrzehnt zuvor in der Mitte der 90er Jahre begonnen hatte, zu organisieren. Sie traten mit führenden Figuren der Kirche, mit Lehrern, mit bewaffneten Aufständischen und mit Vertretern der verschiedenen griechischen Komitees in den Städten und Dörfern Makedoniens in Kontakt. Das Generalkonsulat arbeitete eng mit den anderen griechischen Konsulaten und Vizekonsulaten in Makedonien als auch mit dem „Makedonischen Komitee“ von Dimitrios Kalapothakis in Athen zusammen.
Eine herausragende Persönlichkeit unter ihnen war Lambros Koromilas (1856-1923), der von Mai 1904 bis Sommer 1906 Generalkonsul war. Er hat den Kampf systematisch organisiert. Der Erfolg seiner Tätigkeit rief Unmut in der osmanischen Regierung hervor, die die griechische Regierung dazu nötigte, ihn als Generalkonsul in Thessaloniki abzuberufen. Ihm wurde allerdings der Titel des „Generalinspektors der griechischen Konsulate in Makedonien“ verliehen und er setzte seine Tätigkeit bis Ende 1907 fort, als man ihn zum Botschafter nach Washington berief.
Letzte Aktualisierung: 08/04/2010 10:56





